Operationsverlauf
Vor der Lidstraffung oder Anhebung der Augenbrauen wird eine exakte Zeichnung auf der Lidhaut bzw. auf dem Oberrand der Augenbraue vorgenommen, die den Hautüberschuß markiert und während der Operation wichtige Anhaltspunkte zur Entfernung von Haut, Muskulatur und Fettgewebe sowie zu der abschließenden Wundnaht gegeben wird.
Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) oder in Allgemeinnarkose erfolgen. Über die entsprechenden eingriffsspezifischen Risiken der Narkose klärt Sie der Anästhesist gesondert auf.
Die Schnittführung verläuft in den natürlichen Hautfalten des Oberlides und gegebenenfalls unterhalb der Wimpern des Unterlides. Lachfältchen und Krähenfüße erfordern auch seitlich des äußeren Augenwinkels 5-10 mm lange Schnitte, die in natürliche Hautspaltlinien gelegt werden, damit die Narben später möglichst unauffällig sind.
Gelegentlich empfiehlt es sich, die erschlaffte Unterlidmuskulatur am seitlichen Knochenrand der Augenhöhlen anzuheften. Dadurch wird eine bessere Muskelfunktion des Unterlides erreicht. Bei tiefliegenden Augen kann in manchen Fällen das Fettgewebe am Unterlid verlagert werden, um die eingefallenen Ränder des Unterlides auszugleichen. Auch am Oberlid können Formveränderungen bewußt erzielt werden, die den Augenschnitt und die Lidachse beeinflussen. In geeigneten Fällen kann auch ohne Hautschnitt am Unterlid eine sog. transkonjunktivale Straffung von der Unterlidinnenseite aus erfolgen. Diese zusätzlichen Eingriffe sollten im Gespräch gesondert erläutert und vereinbart werden.
Bei Lidhauterschlaffungen wird ein Teil der überschüssigen Lidhaut und darunterliegendes Gewebe entfernt, um das Lid zu straffen.
Bei Lidfehlstellung kann es erforderlich sein, Narben, Bindegewebe und/ oder Lidmuskeln zu entfernen und Gewebe zu verschieben (Verschiebeplastik). Es kann auch Gewebe von anderen Körperstellen übertragen werden.
Bei der Anhebung der Augenbrauen gibt es zwei verschiedene Operationstechniken: Inzision (Schnitt) im Bereich der Augenbrauen oder Skalpinzision. Am einfachsten ist der Zugang im Bereich der Brauen. Bei intaktem Frontalismuskel wird eine Ellipse aus Haut, Orbikularis- und Frontalismuskel herausgeschnitten und die Wunde schichtweise verschlossen. Bei einer Fazialislähmung werden die tiefen Gewebeschichten mit nichtresorbierbaren Nähten am Knochengewebe fixiert. Bei der Skalphebung wird eine koronäre Gewebeexzision vorgenommen, die zu einer Hebung des Haaransatzes und zu einer Erhöhung der Stirn führt, falls der Schnitt nicht direkt im Haaransatz durchgeführt wird.
Nach dem Eingriff werden die Wundränder fein vernäht und die Operationsregion mit einer keimtötenden Salbe behandelt.

