Implantation zusätzlicher Kunstlinsen (ARTISAN, VERISYZE)
Die operative Korrektur der Kurz- und Weitsichtigkeit stand in den letzten Jahrzehnten zunehmend im Mittelpunkt des Interesses der Augenheilkunde.
Zur Behandlung der hohen Kurz- und Weitsichtigkeit gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit, eine Kunstlinse zusätzlich in das Auge zu implantieren.
Bei der hier vorgestellten Methode zur Korrektur der Kurzsichtigkeit bleibt die körpereigene Linse, die ja nicht erkrankt ist, im Auge. Die Kunstlinse (Artisan, Verisyse) wird zusätzlich zur Veränderung der Brechkraft und damit zur Korrektur der Kurzsichtigkeit implantiert. Eine Alterssichtigkeit, die etwa ab dem 45. Lebensjahr auftritt, kann durch diese Operation nicht behoben werden, dafür gibt es andere Operationstechniken (siehe Alterssichtigkeit).
Die Operation wird in der Regel ambulant durchgeführt und dauert etwa 45 Minuten. Das zu operierende Auge wird mit Tropfen betäubt. Die Eröffnung des Auges erfolgt am Übergang von weißer Lederhaut zu durchsichtiger Hornhaut. Über diesen etwa 5 mm langen Schnitt wird die Kunstlinse zusätzlich zur körpereigenen Linse in das Auge implantiert und in der Regenbogenhaut fixiert.
Die operativen Zugänge am Auge werden mit hauchdünnen Fäden verschlossen. Die Fäden werden nach geraumer Zeit entweder entfernt bzw. lösen sich selbst auf. Zunächst wird üblicherweise ein Auge, zwei bis sieben Tage später das zweite Auge operiert.
Die Kontrollen nach der Operation sind zur Beobachtung des Heilungsverlaufes unumgänglich und gewissenhaft einzuhalten.


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