Trockenes Auge (Sicca Syndrom)
Der Begriff "trockenes Auge" bezeichnet eine Gruppe von Veränderungen am Auge, die zu einer nicht ausreichenden Befeuchtung und Ernährung der Augenoberfläche führen, entweder durch eine Verminderung der Produktion an Tränenflüssigkeit und/oder Fehlfunktion des Tränenfilms. Die Schäden die dabei entstehen, sind vorübergehend oder dauerhaft. Zu den Symptomen gehören Brennen der Augen, Rötungen, Fremdkörpergefühl ("Sand im Auge") und "müde Augen". Auch ein vermehrter (!) Tränenfluß kann vorkommen.
Die Beschwerden sind dabei je nach Hauptursache verschieden und müssen nicht alle auftreten.
Ein "trockenes Auge" kann in Zusammenhang mit Systemerkrankungen (z.B. Sjögren-Syndrom, chronische Polyarthritis, Kollagenosen) und Hautkrankheiten auftreten und durch Medikamente oder Umweltfaktoren ausgelöst und/oder verstärkt werden.
Sofern organische Ursachen, wie z.B. Lidfehlstellungen, ausgeschlossen sind, erfolgt die Therapie medikamentös durch Gabe von Tränenersatzstoffen ("künstliche Tränen", als Tropfen, Gele oder Salben). Im Falle einer Systemerkrankung oder begleitenden Erkrankung sollte diese ebenfalls behandelt werden. In schweren Fällen ist gegebenenfalls auch ein chirurgischer Eingriff, z.B. ein Verschluß der Tränenpünktchen notwendig.


