Konservative Behandlungsmethoden

Die medikamentöse Glaukomtherapie

Die medikamentöse Therapie ist in den allermeisten Fällen eine lebenslange Maßnahme. Medikamente werden grundsätzlich als Augentropfen verabreicht. Eine systemische Therapie, also die Einnahme von Tabletten, ist nur in Ausnahmefällen z.B. bei einem akuten Glaukomanfall für eine kurzfristige Senkung des Augeninnendrucks angezeigt.

Die medikamentöse Glaukomtherapie verfolgt drei Ziele:

1. Senkung des Augeninnendrucks

Alle bisher verfügbaren Glaukommedikamente senken den Augeninnendruck. Je nach Wirkmechanismus erreichen einige Medikamente die Senkung des Augeninnendrucks, indem sie die Kammerwasserproduktion herabsetzen, während andere Wirkstoffe den Kammerwasserabfluss verbessern. Gelingt es, den Augeninnendruck zu senken, wird der Sehnerv mechanisch entlastet und die Nährstoffversorgung von Netzhaut und Sehnerv verbessert.

2. Verbesserung der Netzhaut- und Sehnervdurchblutung

Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass bei Glaukompatienten die Durchblutung oder die Regulation der Blutversorgung an Netzhaut- und Sehnerv gestört ist. Aus diesem Grund wäre ein positiver Einfluss auf die Sehnerv- und Netzhautdurchblutung wünschenswert. Wenn gleichzeitig der Augeninnendruck gesenkt und die Durchblutung verbessert wird, spricht man von Co-Regulation.

3. Schutz der Nervenzellen vor schädigenden Einflüssen (Neuroprotektion)

Das Glaukom über bestimmte Wege den Untergang von Nervenzellen. Gelingt es, diesen Untergang der Nervenzellen medikamentös zu verhindern oder zu verlangsamen, spricht man von Neuroprotektion. Diese Form der Glaukomtherapie lässt sich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nur im Tierversuch belegen.

Die wichtigsten Ziele einer medikamentösen Therapie sind die Senkung eines erhöhten Augeninnendrucks und die Verbesserung der Durchblutung der Netzhaut.

Mit allen zur Verfügung stehenden Medikamenten soll ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden. Bei der Wahl des geeigneten Medikamentes richtet der Arzt sich nach der individuellen Wirksamkeit und nach den auftretenden Nebenwirkungen sowie Gegenanzeigen der einzelnen Medikamentengruppen. Bei allen Glaukommedikamenten muss auch mit Allergien gerechnet werden.

Ist eine ausreichende Absenkung des Augeninndrucks auch trotz sorgfältiger Anwendung von Augentropfen oder Tabletten nicht möglich, so muss ein operativer Eingriff erfolgen.

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