Netzhautlöcher und Netzhautablösung

Die Ablösung der Netzhaut kann für den Betroffenen ein dramatisches Ereignis sein. Daher ist ihre richtige Therapie von entscheidender Bedeutung für das weitere Sehvermögen des Auges. Treten Löcher oder Risse so kann es zu einer Ablösung kommen. Ohne Behandlung schreitet diese immer weiter fort, bis das Auge schließlich erblindet. Risse und Löcher in der Retina (Netzhaut) werden in unserem Augenzentrum mit dem ARGON-Laser behandelt. Ziel der Operation ist es, den bestehenden Netzhautdefekt abzuriegeln, damit er sich nicht weiter in die gesunden Areale ausbreiten kann. Eine bereits abgelöste Netzhaut erfordert einen chirurgischen Eingriff.

Bild einer Netzhaut mit Netzhautablösung

Welche Symptome gibt es?

Erster Hinweis kann das Wahrnehmen von Blitzen, vor allem bei Kopfbewegungen, sein. Dies ist zwar meist noch keine Ablösung sondern nur ein Zeichen für mechanische Belastung der Netzhaut, sollte aber vom Augenarzt kontrolliert werden. Fällt gar ein ganzer Bereich des Sehens aus, so als ob ein dunkler Vorhang davor wäre, muss umgehend ein Augenarzt aufgesucht werden. Vorbeugend sollten alle Kurzsichtigen über 2 Dioptrien (die Brillenstärke: Optiker oder Augenarzt fragen) alle zwei Jahre untersucht werden. Auch bei Netzhautablösungen in der Familie, bzw. bei den oben beschriebenen Warnzeichen ist eine regelmäßige Kontrolle anzuraten.

Bild einer Netzhaut mit einem Netzhautloch

Risiken und Nebenwirkungen der Behandlung der Netzhautlöcher und der -ablösung

Selbstverständlich wird alles getan, um das Auftreten von Nebenwirkungen und Komplikationen zu vermeiden und die Risiken zu senken. Trotzdem haben alle bisher angeführten Operationen gewisse Risiken. Als wesentliche Risiken sind zu nennen:

  • Blutungen, Doppelbilder und Entzündungen sind möglich. Anfangs sind Schmerzen und Schwellungen häufig.
  • Ein erhöhter Augeninnendruck nach dem Eingriff möglich. Eine Behandlung mit Augentropfen oder ein operativer Eingriff kann dann erforderlich werden.
  • Dauerhafte Sehverschlechterung bis zum Verlust der Sehfähigkeit durch Blutungen in das Auge, Infektionen, Nebenwirkungen von Medikamenten und Injektionen sowie eine starke Beeinträchtigung der Durchblutung des Auges und des Sehnerven sind selten, kommen aber vor.
  • Es kann notwendig werden, diesen Eingriff zu wiederholen.
  • Selten beobachtet man nach Verschorfungsbehandlungen das Auftreten zarter, bindegewebiger Membranen auf der Netzhautoberfläche. Die Membranen können durch Schrumpfungen die Netzhaut in Falten legen, was zu einer Verziehung des Bildes führt, oder sie sogar von ihrer Unterlage abziehen und einen chirurgischen Eingriff notwendig machen. Derartige Membranbildungen sind jedoch auch in Augen beobachtet worden, die nicht behandelt worden waren. Ein Zusammenhang mit der erfolgten Verschorfungsbehandlung ist daher letztlich nicht völlig geklärt.
  • Bei der Kryokoagulation kann unbeabsichtigt das Auge eröffnet werden.

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