Behandlungsverlauf

Operationsverlauf

Vor der Lidstraffung oder Anhebung der Augenbrauen wird eine exakte Zeichnung auf der Lidhaut bzw. auf dem Oberrand der Augenbraue vorgenommen, die den Hautüberschuß markiert und während der Operation wichtige Anhaltspunkte zur Entfernung von Haut, Muskulatur und Fettgewebe sowie zu der abschließenden Wundnaht gibt.

Der Eingriff wird in sogenannter Sedoanalgesie durchgeführt. Sedoanalgesie ist die Kombination von Lokalanästhesie und Sedierungsmitteln. Die Patienten sind unter kontrollierter Sedierung schlafend, unbewußt und haben keine Schmerzen. Nach der Operation sind die Patienten kaum beeinträchtigt, da die Sedierungsmittel nur eine kurze Wirkung haben.

Die Schnittführung erfolgt in der natürlichen Hautfalte des Oberlides und läuft in einem Lachfältchen aus, sodass die dünne Narbe in den seitlichen Lachfältchen unauffällig ist.

Bei Lidhauterschlaffungen wird ein Teil der überschüssigen Lidhaut und darunterliegendes Gewebe entfernt, um das Lid zu straffen.

Gelegentlich empfiehlt es sich, die erschlaffte Unterlidmuskulatur am seitlichen Knochenrand der Augenhöhlen anzuheften. Dadurch wird eine bessere Muskelfunktion des Unterlides erreicht. Bei tiefliegenden Augen kann in manchen Fällen das Fettgewebe am Unterlid verlagert werden, um die eingefallenen Ränder des Unterlides auszugleichen. Auch am Oberlid können Formveränderungen bewußt erzielt werden, die den Augenschnitt und die Lidachse beeinflussen. In geeigneten Fällen kann auch ohne Hautschnitt am Unterlid eine sog. transkonjunktivale Straffung von der Unterlidinnenseite aus erfolgen. Diese zusätzlichen Eingriffe sollten im Gespräch gesondert erläutert und vereinbart werden.

Bei der Anhebung der Augenbrauen gibt es zwei verschiedene Operationstechniken: Inzision (Schnitt) im Bereich der Augenbrauen oder Skalpinzision. Am einfachsten ist der Zugang im Bereich der Brauen. Bei intaktem Frontalismuskel wird eine Ellipse aus Haut, Orbikularis- und Frontalismuskel herausgeschnitten und die Wunde schichtweise verschlossen. Bei einer Fazialislähmung werden die tiefen Gewebeschichten mit nichtresorbierbaren Nähten am Knochengewebe fixiert. Bei der Skalphebung wird eine koronäre Gewebeexzision vorgenommen, die zu einer Hebung des Haaransatzes und zu einer Erhöhung der Stirn führt, falls der Schnitt nicht direkt im Haaransatz durchgeführt wird.

Nach dem Eingriff wird die Wunde mit feinen Nähten verschlossen und mit einer keimtötenden Salbe versorgt.

Nach der Operation

Wenn der Eingriff ambulant durchgeführt wird, beachten Sie bitte, dass Ihr Reaktionsvermögen nach der Narkose oder der Anwendung eines Beruhigungs-, Schmerz- oder Betäubungsmittels vorübergehend beeinträchtigt ist. Lassen Sie sich deshalb nach dem Eingriff abholen.

Sie dürfen am Operationstag nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, kein Kraftfahrzeug oder Zweirad führen, nicht an gefährlichen Maschinen arbeiten und keine wichtigen Entscheidungen treffen.

Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn der Wundverband verrutscht oder sich Ihr Gesundheitszustand verschlechtert! Benutzen Sie sofort nach dem Eingriff und über mindestens drei Tage kühlende Auflagen (Kompressen mit physiologischer Kochsalzlösung oder Kamillenlösung aus dem Kühlschrank)! Verzichten Sie innerhalb der ersten Tage auf Sport oder körperliche Anstrengung!

Waschen Sie die Lidregion erst nach der Entfernung der Hautfäden!

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wann die Fäden entfernt werden sollen! Sie sollten sich nicht beunruhigen, wenn Sie nach der Abnahme des Verbandes eine Schwellung, eine Verfärbung durch Bluterguß, ein Spannungsgefühl bemerken, Sie die Lider nicht vollständig schließen können oder das Unterlid bzw. der äußere Lidwinkel etwas vom Augapfel abstehen. Diese Erscheinungen sind normal, falls sie sich in den ersten Wochen zurückbilden. Ein Spannungsgefühl und Empfindungsstörungen im Bereich der Narben bilden sich manchmal erst über Monate zurück.

Erfolgsaussichten

Die Lidstraffung führt zu einer Verjüngung des Aussehens besonders dann, wenn ein Überschuß lockerer Haut oder Fettgewebsansammlungen beseitigt werden. Die Muskelstraffung kann diesen Effekt unterstützen, der Elastizitätsverlust wird jedoch nicht vollständig behoben, so dass sich erneut feine Lachfältchen im Unterlid oder seitlich zur Schläfe bilden können. Sie sind jedoch weniger auffällig als vor der Operation. Seitenunterschiede, die bei jedem Menschen bestehen, können auch nach der Operation einen leicht unterschiedlichen Narbenverlauf oder Hautfältchen bedingen. Gestraffte Lider lassen sich jedoch meistens wesentlich schöner schminken.

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